Baby Erstausstattung für Minimalisten

Was muss, was kann und was wird definitiv nicht benötigt – was sollte die Baby Erstausstattung mindestens beinhalten?

Wenn ein Baby geboren wird, ist das ein riesiges Ereignis. Ganz besonders, wenn es das erste Kind ist. Natürlich will man alles richtig machen und natürlich soll es dem Baby auch an nichts mangeln. Aber je nach dem, wo man sich erkundigt oder wen man fragt, braucht  man mal mehr mal. Das kann extrem teuer werden. 

Die gute Nachricht ist: Deine Familie, Freund:innen und oftmals auch die Kolleg:innen Dich mit Kleidung, Spielzeug und allen anderen nötigen und unnötigen Dingen für Dein Baby bombardieren werden. Die schlechte: In aller Regel kommen all diese Geschenke erst bei der Geburt des Babys – außer es wird eine Babyshower für Dich organisiert. Du weißt also nicht, was Du noch zusätzlich brauchen wirst. Um so wichtiger, zu wissen, was die absolute Basis Erstausstattung umfasst. Antonia Höfler hat gerade ihre Ausbildung zur Hebamme abgeschlossen. Gemeinsam mit ihren erfahreneren Kolleginnen rät sie zu „weniger ist mehr“.

Babykleidung

Die erste Herausforderung ist die Kleidung. Babykleidung gibt es schon ab Größe 50 und für Frühchen sogar noch kleiner. Bedenkt man, dass diese kleinen Wesen innerhalb der ersten sechs Lebensmonate ungefähr 2,5 cm im Monat und zwischen dem 7. und 12. Monat 1,3 cm im Monat wachsen, kann man sich vorstellen, wie schnell sie in die bzw. aus der Kleidung rausgewachsen sind. Da die meisten Babys aber rund um den errechneten Termin zur Welt kommen und die Durchschnittsgröße eines Neugeborenen bei 51 Zentimeter liegt, ist Kleidung in der Größe 56 oder 62 vollkommen ausreichen. Ein Baby darf ruhig etwas in den Strampler reinwachsen. Auch wenn es zum Teil lustig aussieht. Das wichtigste ist nur, dass die Kleidung aus Baumwolle, reiner Wolle oder Seide ist. 

Grundausstattung „Babykleidung“ für Minimalistinnen und Minimalisten:

  • Zirka acht Wickelbodys in der Größe 56 bis 62 oder Erstlingshemdchen und z. B. Babyhosen
  • Acht Strampler in der Größe 56 bis 62
  • 2 Paar warme Söckchen oder Wollschuhe, kleinste Größe
  • dünnes Baumwollmützchen für im Haus 
  • 1 bis 2 Jäckchen, je nach Jahreszeit gefüttert

Für Winterbabys zusätzlich:

  • Gefütterter Overall
  • 1 Paar Handschuhe
  • Mütze

Natürlich kann man darüber hinaus noch weitere Kleidung besorgen, wie zum Beispiel Schlafanzüge. Eigentlich schlafen Babies in den ersten Monaten ständig, so dass die Unterscheidung in Kleidung für den Tag und Kleidung für die Nacht, nicht wirklich Sinn macht. Das gleiche gilt für Babyschühchen, Stirnband und was es da noch so alles gibt. 

Sollte Dein Baby unerwartet zu früh auf die Welt kommen, gibt es auf den Frühchenstationen immer Kleidung. Auch werden die Verwandtschaft und der Freundeskreis mehr als glücklich sein, in diesem Falle das ein oder andere Kleidungsstück zu besorgen.

Babyernährung

Auch wenn es um die Grundausstattung für die Ernährung des Babys geht, kann man sich für das volle Programm oder eine echte Grundausstattung entscheiden. Antonia und ihre Kolleginnen sind der Überzeugung: „Schnuller und Flaschen braucht man in den ersten Wochen nicht.“ Der Wechsel zwischen Brust und Flasche kann zu einer Stillverwirrung führen. Sollte es trotz aller guten Vorsätze mit dem Stillen nicht funktionieren, kann man immer noch in den Drogerien oder Apotheken alles notwenige kaufen.

Grundausstattung „Babyernährung“ für Minimalistinnen und Minimalisten:

  • Stilleinlagen
  • Still-BHs (ein bis zwei Nummern größer kaufen)

Solltest Du nicht stillen wollen oder können, sieht das ganze natürlich schon wieder etwas anders aus. Aber dennoch. Selbstverständlich ist ein Sterilisator eine Erleichterung, aber der gute alte Kochtopf tut’s auch. Ein Stillkissen ist für die Armen entlastend, aber alternativ reicht auch ein dickes Sofakissen. Spucktücher sind sehr sinnvoll. Aber Spucktuch ist nicht gleich Spucktuch. Ein kleines Handtuch oder jede Art von Baumwolltuch über die Schulter geworfen, erfüllt den selben Zweck.

  • 4 Flaschen, vorzugsweise aus Glas
  • 2 – 3 Milchsauger
  • 2 – 3 Teesauger 
  • Sauger- und Flaschenbürste
  • evtl. Milchpumpe
  • evtl. Pre-Nahrung

Babyschlaf

Die einen wollen das Baby gerne jederzeit um sich herum haben, die anderen möchten lieber, dass das Baby von Anfang an lernt, in eigenen Bett und eigenen Zimmer zu schlafen. Wenn es um die Schlafmöglichkeiten für Babys geht, ist das Angebot erschlagend. Es gibt den Stubenwagen, die Wiege, das Schlafkörbchen und das Beistellbett oder den so genannten Babybalkon, der an das Bett der Eltern montiert werden kann. Es gibt auch auch noch die Baby-Hängematte in allen möglichen Varianten, die Baby-Schaukel und selbstverständlich die Baby-Wippe. 

Darüber, ob das Baby in einem Schlafsack schlafen soll oder unter einer Decke, gibt es verschiedene Meinungen. Sowohl der Schlafsack als auch die Decke haben Vor- bzw. Nachteile. Größter Vorteil des Schlafsacks: Babys strampeln nachts viel, decken sich ab und werden kalt. Gleichzeitig kann es aber auch sein, dass es dem Baby im Schlafsack zu warm wird. 

Grundausstattung „Babyschlaf“ für Minimalistinnen und Minimalisten:

  • Gitterbett, in dem das Baby auch noch schlafen kann, wenn es älter wird
  • Matratze (unbedingt neu und gut beraten lassen)
  • 2 Wasserundurchlässige Unterlagen
  • Spannbettlaken
  • Pucksack oder Pucktuch
  • Schlafsack

Wer will, kann zusätzlich noch ein Babyphone, eine Spieluhr und ein Mobile kaufen. Aber, genau das sind typische Geschenke zur Geburt.

Babypflege

Mit am Wichtigsten ist aus Sicht der Hebammen ein gut sortierter Wickeltisch. Auch hier gilt wieder: „Weniger ist mehr.“ Entgegen der Empfehlung fast aller Checklisten für die Erstausstattung, raten die Hebammen von Feuchttüchern ab. Denn Feuchttücher belasten nicht nur die Umwelt, sie haben zum Teil auch schädliche Inhaltsstoffe, die allergische Reaktionen auslösen können. Die Hebammen raten daher zu vielen kleinen Waschlappen oder einem zerschnittenen alten T-Shirt und warmen Wasser.

Grundausstattung „Babypflege“ für Minimalistinnen und Minimalisten:

  • Wickelkommode
  • Windeln
  • Windeleimer
  • Wärmematte oder Wärmelampe
  • Waschlappen
  • Badethermometer
  • Kindernagelschere
  • Babybürste
  • Badetuch mit Kapuze
  • evtl. Sicherheits-Wattestäbchen

Baby unterwegs

Babys, aber auch deren Mama und Papa, brauchen frische Luft. Egal ob im Sommer oder Winter, ein Spaziergang tut allen gut. Um so wichtiger, dass alle gut ausgestattet sind. Insbesondere im Winter ist es wichtig, dass das kleine Wesen warm genug eingepackt ist. Egal ob es im Kinderwagen geschoben oder im Tragesack/-tuch getragen wird.

Grundausstattung „Baby unterwegs“ für Minimalistinnen und Minimalisten:

  • Kinderwagen inklusive Regen-und Sonnenschutz 
  • Lammfell (für den Winter)
  • Babyschale für das Auto, evtl. mit Sonnenblende
  • Fußsack
  • Tragetuch, -sack oder -sitz

Hilfreiche Buchtipps:

Mutter werden: Dein Begleiter durch die erste Zeit nach der Geburt von Jule Tilgen und Marcia Friese, Beltz Verlag 2019

Bau dein Nest: Das Arbeitsbuch fürs Wochenbett von Kestrel Sarah Gates, 2019

Tipps zur Finanzierung von Babys Erstausstattung

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