Die digitale Hebamme für die Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft und noch erst recht eine Geburt ohne Hebamme ist in Deutschland so gut wie undenkbar. Quasi jede Schwangere, jede Gebärende und jede Familie, die ein Kind bekommt, braucht eine Hebamme. Aber seit Jahren gibt es immer weniger Hebammen und gleichzeitig immer mehr Geburten – digitale Hebammen sollen jetzt Linderung verschaffen. 

Hebamme bei der Geburt ein Muss

Die Hebamme bietet Vorbereitungskurse für die Geburt. Bei einer jeden Geburt musst Du als Schwangere von einer Hebamme begleitet werden. Egal, wo Du das Kind zur Welt bringst – ob in der Klinik, im Geburtshaus oder Zuhause. Die ärztliche Begleitung ist ein Kann, die Hebamme ist ein Muss. 

Nach der Geburt begleitet die Hebamme Dich in den ersten Wochen mit Baby. Sie unterstützt beim Stillen, beim Wickeln, beim Baden. Sie steht beratend zur Seite, wenn es gesundheitliche Fragen gibt. Kurzum: So gut wie keine Schwangere kommt vor, während und nach der Geburt ohne Hebamme aus. Aber eine Hebamme zu finden, kann herausfordernd sein. 

Weniger Hebammen

Seit Jahren gibt es einen Mangel an Hebammen. Während die Zahl der Schwangerschaften und somit auch die der Geburten langsam wieder steigt, stagniert die Zahl der stationär tätigen Hebammen. Vielerorts können in den Krankenhäusern die offenen Stellen für Hebammen nicht besetzt werden und auch Beleghebammen können die Lücke nicht füllen. Dies führte 2017 sogar so weit, dass die Elterninitiative „Mother Hood“ Reisewarnungen für Schwangere aussprach. Wer hochschwanger war, sollte auf keinen Fall nach Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Hamburg, Sylt, Föhr und Fehmarn reisen. In diesen Landstrichen wäre eine sichere Geburt nicht gewährleistet. Verbessert hat sich seitdem nichts. Ganz im Gegenteil. Die Situation verschärft sich. Auf einer Deutschlandkarte des Deutschen Hebammenverbands informiert dieser, wo es seit Jahren einen Mangel an Hebammen gibt.

Geschlossene Kreißsäle

Während die Zahl der Geburten langsam wieder steigt, stagniert die Zahl der stationär tätigen Hebammen. Vielerorts können in den Krankenhäusern die offenen Stellen für Hebammen nicht besetzt werden und auch Beleghebammen können die Lücke nicht füllen. Dies führte 2017 sogar so weit, dass die Elterninitiative „Mother Hood“ Reisewarnungen für Schwangere aussprach. Wer hochschwanger war, sollte auf keinen Fall nach Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Hamburg, Sylt, Föhr und Fehmarn reisen. In diesen Landstrichen wäre eine sichere Geburt nicht gewährleistet. Verbessert hat sich seitdem nichts. Ganz im Gegenteil. Die Situation verschärft sich. Auf einer Deutschlandkarte des Deutschen Hebammenverbands informiert dieser, wo Hebammen fehlen und wo bereits Kreißsäle geschlossen worden sind bzw. so eine Schließung droht

Digital durch die Schwangerschaft

Ein wenig Entlastung und eine telemedizinische Ergänzung zur Arbeit der Hebammen vor Ort möchte die Plattform kinderheldin.de bieten. Seit 2017 begleiten auf dieser Plattform erfahrene Hebammen, Medizinerinnen und Mediziner, Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen, Trainerinnen und Trainer und andere Fachleute die werdenden Eltern durch das erste Babyjahr. Hilfesuchende finden hier gegen eine monatliche Mitgliedsgebühr, die von einigen Krankenkassen übernommen wird, an 365 Tagen im Jahr fast rund um die Uhr Unterstützung. Aufgrund der Pandemie werden hier sogar Geburtsvorbereitungskurse für während der Schwangerschaft und nach der Geburt Rückbildungskurse online angeboten. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen. Die Abrechnung erfolgt über die kursleitende Hebamme. 

App ersetzt nicht die Hebamme

Die Beratung und auch die auf kinderheldin.de angebotenen Kurse ersetzen zwar nicht die Tätigkeit der Hebamme während der Schwangerschaft und Geburt, die Expertinnen können aber für Frauen und Männer „eine Ansprechpartnerin sein und sie bei Unsicherheiten online unterstützen,“ weiß Jasmin Treiber-Meier, eine der Kinderheldin-Hebammen. 

Wer als Ergänzung zur Hebamme vor Ort lieber eine App möchte, kann sich die Hebammenapp „Preparents“ des Mutter-Tochter-Gespanns Amrei Kirmaier und Martina Langer-Kirmaier – die eine IT-Spezialistin und die andere Hebamme – aufs Handy laden. Diese App verspricht 24/7 leicht zugängliches Hebammenwissen. In der App finden sich kostenfrei zugänglich eine Literaturliste und ein Teil, der für alle Themenbereiche rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit Kind, Informationen zur Verfügung stellt. Das Herzstück des App sind aber die kostenpflichtigen Onlinekurse zur Geburtsvorbereitung und Elternschaft. Kurse, die nicht nur Mütter, sondern auch die Väter ansprechen sollen. Aber auch diese Gründerinnen wissen, dass „die App keinen Arzt- oder Hebammenbesuch ersetzt “.

Fazit: Die Suche nach einer Hebamme gestaltet sich immer schwerer. Eine Online Plattform oder eine App können während der Schwangerschaft und der ersten Zeit mit Baby eine Unterstützung sein, ersetzen aber auf keinen die Hebamme. Schwangere sollten sich daher lieber als später auf die Suche nach einer Hebamme in der Nähe begeben.

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