Erstausstattung – Second Hand oder mieten

Wer will, kann für die Erstausstattung ein Vermögen hinlegen. Das Vergleichsportal Idealo hat die Kosten für die Babyerstausstattung inklusive Babymöbeln, Pflegeprodukten und Kleidung errechnet und kommt in seiner optimistischen Musterrechnung auf circa 2.140 Euro. Das ist viel Geld. Das muss aber nicht sein, bedenkt man, dass die Kleinen innerhalb weniger Wochen aus den ersten Kleidungsstücken schon wieder herausgewachsen sind. Die Wiege ist nicht wirklich lange im Gebrach und auch die Wickelkommode wird nicht wirklich dauerhaft im Kinderzimmer stehen. Vieles, was man für die ersten Wochen mit dem Baby braucht, kann man entweder Second Hand kaufen, mieten oder braucht man eigentlich gar nicht.

Die Werbung möchte uns gerne glauben lassen, dass wir für unseren Nachwuchs nicht nur Kleidung, Bett und Kinderwagen brauchen, sondern ein komplett neu eingerichtetes Zimmer. Lange bevor das Baby zur Welt kommt, wird gestrichen, dekoriert und eingekauft. Die himmelblaue Wiege, neben der passenden Wickelkommode und dem farblich darauf abgestimmten Stillsessel inklusive Stillkissen. Die Strampler müssen aus Biobaumwolle sein und in den Diskussionsforen wird heiß darüber diskutiert, ob nun Wegwerfwindeln oder waschbare Windeln das non plus ultra sind. 

Second Hand ist nicht Second best

Wer sich dazu entscheidet, das meiste Second Hand zu kaufen, kann bis zu 70 Prozent des Erstanschaffungswertes sparen. Ein großer Vorteil beim Kauf von Babykleidung ist, dass durch das häufige Waschen definitiv alle Chemikalien entfernt wurden. Es gibt aber daneben noch zahlreiche weitere Vorteile. 

Mehr für weniger

Da alles deutlich preiswerter ist, kann man sparen. Man kann aber gleichzeitig auch etwas mehr kaufen. Hilfreich, wenn man bedenkt, dass die Kleinen ihre Kleidung in den ersten Jahren doch recht häufig dreckig machen und alles dementsprechend  oft gewaschen werden muss.

Top Zustand und top aktuell

Second Hand Kleidung wurde von der Erstbesitzerin bzw. dem Erstbesitzer nicht lange getragen, da Babies aber auch noch Kleinkinder schnell wachsen. Von daher ist die Kleidung meistens nicht nur noch in einem top Zustand, sondern darüber hinaus auch top aktuell. Denn meisten greifen Eltern, die die Babykleidung später wieder verkaufen wollen zu qualitativ hochwertigen Marken. Hinzu kommt, dass professionelle Verkäufer:innen von Second Hand Kleidung auch immer eine Qualitätskontrolle durchführen. Man kann sich also darauf verlassen, dass alle Kleidungsstücke wie neu sind. 

Nachhaltige Erstausstattung

Last but not least, ist der Kauf von Second Hand Kleidung sehr nachhaltig. Eines der besten Argumente in einer Zeit, in der wir langsam verstehen, dass Konsum nicht alles ist.  Jedes Kleidungsstück, dass getragen wird, bis es nicht mehr tragbar ist, ist ein Kleidungsstück, das nicht produziert werden musste und somit auch nicht die Umwelt belastet hat. 

Second Hand kaufen – online und vor Ort

Wer sich jetzt auf die Suche nach Second Hand Kleidung machen möchte, hat mehrer Möglichkeiten. Zum einen natürlich das Internet. Hier gibt es nicht nur zahlreiche professionelle Anbieter und Anbieterinnen, sondern auch etliche Plattformen, auf denen Privatpersonen Kleidung, Möbel und alles, was man sonst noch so benötigt, bekommt. 

Tipp: Bei professionellen Anbieter:innen ist es zwar etwas teurer, aber die Ware ist in aller Regel gereinigt und geprüft. Das ist bei privaten Anbieter:innen nicht immer der Fall,

Es muss aber nicht immer das Internet sein. Da der Markt für Second Hand Babykleidung groß ist, gibt es nicht nur regelmäßig Börsen für Kinderbekleidung und Flohmärkte, sondern auch Second Hand Läden. Der Vorteil hier: Alles kann begutachtet werden und eventuell kann man sogar noch etwas handeln. Abgesehen davon, kann man hier später auch wieder alles weiterverkaufen. 

Alternative 2 – Erstausstattung Mieten

In den vergangenen Jahren hat sich auch noch eine zweite Alternative zum Neukauf aufgetan. Es kommen immer mehr Anbieter:innen auf den Markt, bei denen man die Erstausstattung mieten kann. Angefangen bei waschbaren Babywindeln bis hin zum Babybett. Alles, was man mieten möchte, kann online bestellt werden und wird dann innerhalb weniger Tage geliefert. Die meisten Anbietenden nutzen den ganz gewöhnlichen Postweg. Selbstverständlich fallen dann noch Portokosten an, aber die liegen meist unter 10 Euro. 

Die Vorteile für das Mieten der Erstausstattung liegen auf der Hand. Da die Auswahl im Netz riesig ist, wird man nur wenige Abstriche machen müssen, was Form, Farbe und Qualität angeht. Alles wird nach Hause geliefert und nach Ablauf der Mietzeit auch wieder abgeholt. Alle mit dem Verkauf der Erstausstattung anfallende Arbeit entfällt. Der einzige Nachteil: Es könnte sein, dass es etwas teurer wird, als die Erstausstattung Second Hand zu kaufen. 

Unbedingt neu kaufen

Bei aller Begeisterung für das Kaufen oder Mieten der Erstausstattung gibt es immer ein paar Dinge, die man doch besser neu kauft. Dazu gehören Matratzen, Schuhe, Flaschen und Schnuller sowie die Babyschale und der Kindersitz für das Auto. 

Eine Matratze gebraucht zu kaufen, birgt das eine oder andere „Risiko“. Zum einen tummeln sich in Matratzen immer das eine oder andere Tierchen: Die Bettwanze. Sie ist mit dem bloßen Augen nicht zu erkennen und versteckt sich noch dazu gerne im Inneren der Matraze. Außerdem lässt es sich so gut wie nicht vermeiden, dass Kinder ins Bett machen. Nicht ohne Folgen für die Matratze. 

Schühchen für Babys, die noch nicht laufen, sind kein Problem. Aber sobald die Kleinen anfangen zu laufen, sollten sie das in neuen Schuhen tun. Denn durch das Tragen verformen sich die innere und äußere Sohle der Schuhe. Da jeder Mensch anders läuft, kann das Laufen auf gebrauchten Schuhen – einem „falschen“ Fußbett – zu Fehlstellungen führen.

In aller Regeln können gebrauchte Glasflaschen bedenkenlos gekauft werden. Sie sind gut sauber zu halten und somit nicht unhygienisch. Anders sieht es mit den Aufsätzen für die Flaschen und Schnullern aus. Das Material wird durch das häufige Auskochen und Sterilisieren porös und sollte daher nicht länger als notwendig verwendet werden. 

Babyschale und Kindersitz gebraucht zu kaufen, kann zu einem echten Sicherheitsrisiko werden. Gab es mal einen Unfall oder hat der Sitz mal einen Sturz überstanden, können kleine Haarrisse entstanden sein. Auch dann, wenn man sie von außen nicht sieht, kann es sein, dass sie dann, wenn es darauf ankommt, versagen. Auch das Material der Sitze wird mit der Zeit porös und gewährleistet dann nicht mehr die nötige Sicherheit.

Interessante Links:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Elterngeldberaterin Frau Stiep
Elterngeldberaterin Frau Eichhorn
Elterngeldberaterin Frau Klauser
Elterngeldberaterin Frau Thiemar
Elterngeldberaterin Frau Krause
Elterngeldberater Herr Tell

Büro-Zeit: Mo–Do 8:30–16 Uhr, Fr 8:30–15 Uhr
Beratung: Mo–Fr 8:30–18 Uhr, Sa möglich
Wir sind seit 2006 für Sie und Ihre Fragen da! 

Diesen Artikel teilen: