Plötzlicher Kindstod – Sehr selten, aber real

Als plötzlicher Kindstod bezeichnet wird der unerwarteten Tod eines vermeintlich gesunden Babys und tritt meist während des Schlafens ein. Noch sind die Ursachen für den plötzlichen Kindstod nicht erforscht. Forscherinnen und Forscher konnten bisher lediglich einige genetische Veranlagungen und Risikofaktoren ausmachen. Auch lässt sich nicht sagen, bis zu welchem Lebensalter das Risiko, am plötzlichen Kindstod zu sterben, am höchsten ist. Was man aber weiß, ist, dass etwa 80 Prozent der Todesfälle sich vor dem sechsten Lebensmonat ereignen und nur sehr selten Kinder über einem Jahr daran sterben. 

Genetische Veranlagung für plötzlichen Kindstod

Man geht davon aus, dass es genetische Veranlagungen gibt, die von den Eltern leider nicht beeinflusst werden können. So bergen laut der US amerikanischen SIDS (Sudden Infant Death Syndrom) Organisation folgende Faktoren ein potentielles Risiko.

Geschlecht: Jungs sterben öfter am plötzlichen Kindstod als Mädchen.

Alter: Insbesondere im Alter zwischen zwei und vier Monaten, sind die Babys besonders anfällig.

Herkunft: Noch hat die Forschung hierauf keine Antwort, aber man hat festgestellt, dass nicht-weiße Kinder häufiger betroffen sind, als weiße Kinder.

Familiengeschichte: Ist in der Familie bereits ein Kind am plötzlichen Kindstod verstorben, erhöht dies das Risiko.

Frühchen: Babys, die zu früh auf die Welt gekommen sind oder ein zu geringes Geburtsgewicht hatten, sind ebenfalls gefährdet. 

Beeinflussbare Faktoren

Darüber hinaus gibt es aber auch Risikofaktoren, denen man durchaus entgegenwirken kann. So ist das Risiko, das das Baby am plötzlichen Kindstod verstirbt, bei einer Schwangerschaft vor dem 21. Lebensjahr deutlich höher. Noch höher ist es für das zweite Baby einer unter 20-Jährigen. Abgesehen vom Alter empfiehlt die Organisation Schwangeren:  

  1. Regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen.
  2. Während der Schwangerschaft keine Drogen oder Medikamente einnehmen, die nicht von einem Arzt oder einer Ärztin verschrieben wurden.
  3. Nicht rauchen.

Risikofaktoren minimieren

Aber auch nach der Geburt des Babys kann das Risiko weiter minimiert werden. Teams aus Forscherinnen und Forschern herausgefunden, dass die wohl wichtigste Regel heißt: 

Das Baby muss während es schläft auf dem Rücken liegen. 

Außerdem sollten Eltern darauf achten:

  • In der Umgebung des Babys darf nicht geraucht werden. 
  • Das Baby sollte auf einer möglichst harten Matratze schlafen.
  • Im Bett sollte sich nichts weiter befinden als das Baby selbst. Keine Kuscheltiere und auch sonst nichts, das in die Nähe des Gesichts kommen könnte.
  • Vorzugsweise sollte das Baby im eigenen Bett schlafen, aber durchaus im gleichen Raum mit den Eltern schlafen. 
  • Das Zimmer sollte nicht zu warm sein. Eine Raumtemperatur von 18 Grad ist optimal. 
  • Das Baby sollte aber auch nicht zu viel Kleidung anhaben. Sollte es schwitzen, muss es leichter angezogen werden.
  • Wenn möglich, sollte das Baby gestillt werden.
  • Sorge dafür, dass das Baby sich ausreichend bewegt. Nicht im Bett, aber auf einer Spieldecke.
  • Solltest Du feststellen, dass Dein Baby immer wieder Atemaussetzer hat, blau anläuft oder schlapp wird, geh zum Kinderarzt oder zur Kinderärztin!

Der plötzliche Kindstod kommt nicht häufig vor. Durchschnittlich sterben pro Jahr 130 Babys (in einem Jahrgang von 670.000 Babies) am plötzlichen Kindstod. Das Risiko liegt prozentual gesehen also bei unter 0,02 Prozent. Dennoch ist jedes Baby, welches den Plötzlichen Kindstod stirbt ein Baby zu viel. 

Update: Studie findet Ursache für Plötzlichen Kindstod 

Bildnachweis: Pexels – Rene Asmussen

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