Sport im Wochenbett

Eine Schwangerschaft geht an keinem Körper spurlos vorbei. Trotz zahlreicher Body Positivity Aktionen in den Sozialen Medien, fühlen viele frisch gebackenen Mütter schon im Wochenbett den Druck, wieder Sport zu machen. Jetzt aber so zu machen, als hätte man nicht gerade ein Kind zur Welt gebracht, ist für die meisten nicht das Richtige.

Als Mutter solltest du nach der Geburt sechs bis acht Wochen warten, bevor du wieder mit Sport anfängst und dann auch nur, wenn du das ok von deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen hast. Empfehlenswert sind dann (beckenboden-)schonende Sportaren, wie zum Beispiel Schwimmen, Walking, Wandern, Radfahren oder Pilates. Erst nach vier bis sechs Monaten nach der Geburt kannst du wieder alle anderen Sportarten in Betracht ziehen. 

Das soll aber nicht heißen, dass du nicht vorher schon mal die ein oder andere Übung in den Alltag einbauen kannst. Auch dann nicht, wenn du dich noch im Wochenbett befindest. Denn direkt nach der Geburt sind Rückbildungsgymnastik und Beckenbodentraining sehr wichtig. Im Rahmen einer Studie hat das Team von Reebok mit der Personal-Trainerin Emily Gilliland gesprochen. Gilliland spezialisiert sich auf das Training in der Schwangerschaft sowie nach der Geburt. Sie empfiehlt jungen Müttern diese fünf sicheren Übungen für zu Hause.

Beinmärsche:

Legen Sie sich mit angewinkelten Knien auf die Matte, die Füße etwa hüftbreit auseinander. Atmen Sie aus und aktivieren Sie die Körpermitte und den Beckenboden. Halten Sie Ihr Becken stabil, indem Sie die Bauchmuskeln leicht nach innen, oben und die Rippen nach unten ziehen. Heben Sie einen Fuß an und senken Sie ihn, als ob Sie mit gebeugtem Bein marschieren würden. Atmen Sie ein, während Sie den Fuß nach oben bringen, und atmen Sie aus. 

Brücke:

Legen Sie sich mit gebeugten Knien und etwa hüftbreit auseinander stehenden Füßen auf die Matte. Beginnen Sie mit einer neutralen Wirbelsäule und achten Sie darauf, dass das Becken weder nach hinten noch nach vorne kippt. Beginnen Sie mit der Ausatmung und spannen Sie Ihre Körpermitte und den Beckenboden an. Nun die Hüften nach oben bringen, drücken Sie die Fersen in den Boden und spannen Sie die Gesäßmuskeln an. Halten Sie die Position etwa eine Sekunde lang, wobei Sie die Gesäßmuskeln kräftig anspannen, bevor Sie die Hüften langsam senken.

Box/Stuhlhocke:

Sie sollten eine Kiste oder einen Stuhl in Reichweite haben. Beginnen Sie die Bewegung, indem Sie die Hüfte zurückschieben, während Sie in die Hocke gehen. Achten Sie darauf, dass sie während der Bewegung nicht nach innen kippen. Halten Sie Ihr Gleichgewicht im Mittelfuß und nicht in den Zehen, und halten Sie die Wirbelsäule gestreckt, während Sie die Hüften beugen und die Knie beugen. Atmen Sie ein, wenn Sie zum Kasten/Stuhl herunterkommen. Wenn Sie mit dem Gesäß die Box erreichen, halten Sie Ihren Muskeleinsatz aufrecht (entspannen Sie sich nicht in den Sitz), atmen Sie aus, spannen Sie den Boden und die Körpermitte an, während Sie sich wieder in den Stand zu bringen.

Bandzug:

Kommen Sie in den Stand, oder auf die Knie und beginnen Sie mit einem langen Widerstandsband, das Sie in Schulterhöhe und etwa schulterbreit auseinander halten. Aktivieren Sie beim Ausatmen Ihre Körpermitte, indem Sie den Beckenboden anspannen und die Rippen nach unten zu den Hüften ziehen. Drücken Sie die Schulterblätter zusammen und ziehen Sie das Band mit Hilfe Ihrer Rückenstärke auseinander. Die Arme sind gestreckt und im Ellbogen leicht angewinkelt, um die Gelenke zu entlasten, die Rippen nach unten. Atmen Sie ein und lassen Sie die Arme wieder in die Ausgangsposition zurückkehren.

Vogel-Hund:

Nehmen Sie den Vierfüßlerstand ein – Knie unter den Hüften, Hände unter den Schultern. Achten Sie darauf, dass sich der Rücken in einer neutralen Position befindet. Beim Ausatmen aktivieren Sie die Körpermitte und heben Sie den rechten Arm und das linke Bein gerade nach außen, so dass sie vor und hinter Ihnen gestreckt sind. Spannen Sie die Gesäßmuskeln an. Kippen oder verdrehen Sie sich nicht und lassen Sie nicht zu, dass sich der Rücken wölbt. Bringen Sie den Arm und das Bein wieder in die Ausgangsposition und lassen Sie die Gesäßmuskeln am Ende der Bewegung los.

Und zum Abschluss noch ein Tipp. Wir sind ja auf dem Blog von Elterngeld.net: Solltest Du bisher noch kein Elterngeld beantragt haben, weil Du meinst, dass Dir das, aus welchem Grund nicht zusteht, dann mach Dich jetzt noch schnell schlau. Elterngeld kann man bis zu drei Monate rückwirkend beantragen.

Uebungen_Wochenbett.pdfDie Übungen findest du übrigens hier als Download zum Ausdrucken.

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